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Das volle Programm von Küchenbrand bis Wasserleitungsbruch
Aufschlussreiche und spannende Schlussübung der Feuerwehr Binningen auf dem Dorfplatz

An der Schlussübung der Feuerwehr vom vergangenen Samstag bot sich der zahlreich erschienenen Binninger Bevöl-kerung die Gelegenheit,
den Rettern bei den «spektakulären» Einsatzübungen über die Schultern zu schauen. Über den Ablauf der verschiedenen Einsätze orientierte
Michael von Ins, seit 1. Januar 2015 Kommandant der Feuerwehr Binningen.

Küchenbrand
Während eine Hausfrau beim Kochen durch ein Telefon abgelenkt wird, entzündet sich in der Küche eine Pfanne mit Öl und rasch steht die Küche
in Vollbrand. Per Notruf, der über die Einsatzleitzentrale in Liestal geht, wird via Pager eine erste Gruppe von ca. 10 Leuten alarmiert:
Küchenbrand und eine verletzte Person. Bange Minuten verstreichen bis die heranbrausende Feuer-wehr auf dem Brandplatz erscheint. Mit
einer 40er Leitung ab Tanklöschfahrzeug ist der Küchenbrand rasch gelöscht und mittels einem elektrischen Lüfter wird der entstandene Rauch
abgeblasen, während die verletzte Hausfrau der Sanität übergeben wird.

Wasserleitungsbruch
Immer wieder passiert es, dass irgendwo in einer Strasse eine Wasserleitung bricht und es zu überschwemmten Strassen kommt. Dies ist eine
Sache für die IWB, die nach einem Leitungsplan entsprechende Schieber schliessen muss. Die Feuerwehr ist nur besorgt, dass das Wasser
entsprechend kanalisiert wird, damit nicht noch grössere Schäden entstehen.

Technische Hilfeleistungen
Der Hubretter – nicht nur in die Höhe, auch in die Tiefe kann der Hubretter eingesetzt werden, praktisch als Kran, der immerhin rund 2 Tonnen zu
heben vermag, bei der heutigen Übung wurde eine verletzte Person auf einer Bahre aus der Tiefe geborgen. In die Höhe ausgefahren, konnte
mit Leichtigkeit eine Fahne vom Scheinwerfermast des Fussballplatzes heruntergeholt werden.

Fehlalarme/unechte Alarme
Immer wieder kommt es vor, dass durch Unachtsamkeit Fehlalarme ausgelöst werden, was bedingt, dass die Feuerwehr ausrücken muss, um
vor Ort zu klären, was los ist.

Öl und Chemiewehr
Oft sieht man auf den Strassen eine kleinere oder auch grössere Ölspur, die durch die Feuerwehr mit einem Binder aufgesogen werden muss,
der dann später durch den Werkhof mit der Putzmaschine aufgenommen wird.

Sturm/Elementarschäden
Bei Sturmwinden kommt es vielmals vor, dass umgestürzte Bäume oder Äste die Strasse blockieren, sodass die Feuerwehr aufgeboten werden
muss, um die Hindernisse zu verkleinern und zu beseitigen, sei es mit einer Handsäge, Axt oder Motorsäge. Lustig vordemonstriert durch die
Einsatzleute.

Insekten
Oft auch wird die Feuerwehr wegen Wespennester oder Bienenschwärmen aufgeboten, die dann mit entsprechender Ausrüstung ausgeräuchert
oder geborgen werden.

Rückblick und Beförderungen
Mit einem bildlichen Rückblick erläuterte Kommandant Michael von Ins die verschiedenen Einsätze und Kurse. Bis zur heutigen Übung mussten
89 Einsätze bewältigt werden, wovon 18 (407 Std) für Brand/Rauchentwick-lung, 15 (319 Std) für Wasserschäden, 19 (287 Std) für technische
Hilfeleistungen, 17 (245 Std) für Fehlalarme/ unechte Alarme, 9 (157Std) für Oel-/ Chemiewehr, 3 (43 Std) für Sturm/ Elementar und 8 (29 Std)
für Insekten.

Befördert werden konnten an der Schlussübung 6 Rekruten zu Soldaten, 5 Soldaten zu Gefreiten, 4 Gefreite zu Korporalen, 4 Korporale zu
Wachtmeistern. Auch gab es 4 Verabschiedungen: Fourir Frank Huber, Feldweibel Stephan Holzer, Leutnant Allan Holmes und Oberleutnant
Luc Musy. Neu zu Fourir und Feldweibel ernannt wurden Stefanie Wyss und Thomas Pfammatter. Samuel Gros-sen und Manuel Osswald
wurden zu Leutnants und Andy Geschl zum Oberleutnat befördert.

Daniel Nyffenegger, Gemeinderat und Vorsteher der Feuerwehr Binningen überbrachte die Grüsse und den Dank vom Gemeinderat für den
grossen Einsatz und die Leistung, die sie für die Bevölkerung von Binningen erbracht haben. Ebenso verlas er den Bericht der kantonalen
Inspektion aus dem hervor ging, dass die Feuerwehr einen motivierten Eindruck hinterliess und für den Einsatz gut vorberei-tet sei. Gesamtnote gut.

Quelle: Binninger Anzeiger Nr. 39/2015

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