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1000 Sandsäcke und 15 Tonnen Split
Um 21.40h erreicht uns der erste Alarm für die Kommandogruppe, wo wir aufgeboten wurden das Magazin zu besetzten.

Kaum im Magazin angekommen kam schon der erste Alarm, dass der Dorenbach über die Ufer tritt. Wir boten mehr Leute auf, da wir die Situation
an diesem Punkt kennen und wir uns im Vorfeld schon für diesen Einsatz mit gut 100 Sandsäcke Vorbereitet wahren. Der erste Trupp war Vorort
und musste Feststellen, dass es schlimmer war als angenommen. Es wurden weitere Gruppen aufgeboten um weitere Sandsäcke abzufüllen,
da wir aus Erfahrung wussten, dass es seine Zeit braucht eine grössere Anzahl Sandsäcke abzufüllen. Da in dieser Zeit weiter Meldungen
eintrafen und auch die weitere Stellen am Dorenbach das Wasser über die Ufer trat, lösten wir den Alarm für den Zivilschutz Binningen aus,
da schon sämtliche Feuerwehrender Nachbargemeinden zusammen mit Ihrem Zivilschutz im Einsatz wahren und wir keine Hilfe von dort erhielten.
Wir konnten in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz Binningen in kurzer Zeit fast 1000 Sandsäcke abfüllen und grösseren Schaden an den
Häusern am Dorenbach verhindern. Die Schadenmeldungen in weitern Liegenschaften war mit der Zeit überschaubar, so das wir nach gut
4 Stunden Arbeit mit den Ablöseplan in Kraft setzten konnten und die ersten Leute zum Schlafen nach Hause schickten.

Kaum war der Plan in Kraft gesetzt, kam ein Hilferuf aus Biel Benken. Die Meldung war „Land unter“ das Dorf und das Feuerwehrmagazin von Biel-
Benken, dass als Nervenzentrale für die Einsatzbewältigung diente, am absaufen ist und nur wenige Zentimeter fehlen, dass das Wasser in
die Elektroverteilung fliesst. Sie verlangten von uns alle verfügbaren grossen Pumpen und Sandsäcke um das Magazin zu retten. So mus-
sten wir den Ablöseplan über den Haufen werfen und die ganzen Kompanie wieder aufbieten, damit wir die Schäden in Binningen bewältigen
und das Magazin in Biel-Benken, zusammen mit den Feuerwehren Bottmingen und Oberwil, retten konnten.

Da im ganzen Leimental die Feuerwehren mit allen Leuten im Einsatz wahren, wurde nach Absprache die Feuerwehr Binningen und Oberwil
als Stützpunkt für allfällige Brände mit Ihrem Löschfahrzeug auf Pikett für das Leimental gestellt.
Kaum war das Pikett bereitgestellt, erreichte die ein Notruf aus Biel Benken „Tumblerbrand“, so konnten wir zusammen mit der Feuerwehr
Oberwil den Brand in Biel-Benken unter Kontrolle bringen.

Der Ablöseplan konnte, nach der in Betriebnahme aller Pumpen und dem verteilen der Sandsäcke in der Nacht auf Donnerstag, wieder auf-
genommen werden und die Leute zu Schlafen nach Hause geschickt werden. Am Donnerstagmorgen konnte der erste Trupp den ersten Teil
der Mannschaft ablösen und am Mittag den zweiten Teil zu schlafen geschickt werden.
Die Schadenmeldungen nahmen im Verlauf des Donnerstagabends ab und so konnten wir in Binningen, wie in Biel Benken die Leute zurück-
ziehen und das Material retablieren. Nach 24 Stunden war der grosse Teil der Schäden behoben und die Leute an der Leistungsgrenze ange-
kommen.
Weiter Schäden von Freitag bis Sonntag gemeldet wurden, wurden von den Leuten die frisch aus den Ferien zurückgekommen sind behoben.

Für diesen Einsatz wurden rund 15 Tonnen Split für die Sandsäcke benötigt


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