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72 Std. Ausnahmezustand bei der Feuerwehr
72 Std. Ausnahmezustand bei der Feuerwehr

Nach den heftigen Schneefällen im Verlauf des Samstag wurde die Feuerwehr Binningen, um 17.45h zum ersten Einsatz aufgeboten. Zu diesem
Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass sich diese zu einem Grösseren Ereignis als der vor 7 Jahren herrschenden Sturm „Lothar“ entwickelte wird.
Die Feuerwehr Binningen musste vor allem umgestürzte Bäume und abgerissene von der Strasse Räumen, damit der Winterdienst überhaupt
seine Aufgabe war nehmen konnte. Um überhaupt zu den Einsatzorten zu gelangen mussten praktisch bei jeder Einsatzfahrt quer Stehende Auto
von den Strasse entfernt werden, in vielen Strassen behinderten stecken gebliebene und verlassene Autos in der Fahrspur die Fahrbahnen.
In der Nacht zum Sonntag viel soviel Schnee, dass nur noch mit Allradfahrzeugen mit Schneeketten ein Vorankommen möglich war.

Hier zahlte sich aus, dass die Feuerwehr bei den Beschaffungen auf den Rat von Fachleuten hörte und für die neuen Fahrzeuge mit Allradantrieb
beschafft hat, trotz Widerstand der Gebäudeversicherung und des Feuerwehrinspektorats.

Wegen dem vielen Schnee konnten die Feuerwehrangehörigen zum teil selber nicht nach Hause gehen, da sonst durch den zeitraubenden Weg
zurück ins Magazin die nötigen Stärke bei einem Brand nicht aufrechterhalten werden konnte. So schliefen, nebst den Leuten die im Einsatz
waren, immer rund sechs Personen, die den Pikettlöschzug stellten, im Feuerwehrmagazin.

Am Sonntag und Montag kamen nebst den Bäumen, die Dächer mit hohen Dachlasten zu den bestehenden Einsätzen dazu, um die Einsatzkräfte
nicht zu gefährden musste auch die Drehleiter aus Allschwil die noch in Basel im Einsatz war zu Hilfe gerufen werden. Am Dienstag und Mittwoch
liessen die Einsätze langsam nach, so dass die Einsatzkräfte den nötigen Schlaf in der Nacht auf den Donnerstag erhielten.

Am Donnerstag wurde die Feuerwehr Binningen wiederum Aufgeboten diesmal nicht wegen dem Schnee sondern wegen Hochwasser im Doren-
bach. Hier musste die Feuerwehr mit Sandsäcken das Board sichern, damit die Liegenschaften sich nicht mit Wasser füllten.

Da sämtliche Feuerwehren im Einsatz waren und keine Nachbarhilfe mehr Mögliche war, wurde auch der Zivilschutz in Bereitschaft gestellt,
falls das Ausmass noch grössere Dimensionen annehmen würde.

In diesen Tagen wurde die Feuerwehr Binningen zu über 80 Mal Hilfe gerufen, eine Dimension die noch nie da gewesen war.


Siehe auch unter Einsätz / 2006 / 04.03.2006
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